AUSSTELLUNG: Anna Jermolaewa „A Noble Experiment“

Eröffnung: Freitag, 20. Mai um 20.00 Uhr

Dauer: 21. Mai bis 8. Juli 2016 und 25. bis 28. August 2016

Öffnungszeiten: Do–Sa, 17–20 Uhr und nach tel. Vereinbarung

25. bis 28. August 2016, Öffnung: Do 17–20 Uhr, Fr/Sa 11–16 Uhr, So 11–13 Uhr

Kuratoren-Führung: Samstag, 25. August 2016, 11–12 Uhr

 

Die Ausstellung steht im Kontext des Themenschwerpunkts von Salzburg 20.16. Die russische Künstlerin Anna Jermolaewa hat auf der Basis ihrer eigenen Biografie sowie ihrer Auseinandersetzung mit prekären menschlichen Situationen eine Ausstellung konzipiert, die sich mit Fragen der Identität, Zugehörigkeit und Akzeptanz von Menschen, die in der Fremde eine neue Heimat suchen, auseinandersetzt. Ob als Flüchtling oder in der Hoffnung auf bessere Selbstverwirklichung an einem anderen Ort – Existenzprobleme, Überlebenskämpfe und die Angst vor dem Scheitern sind dabei meist die Begleiter. Anna Jermolaewa hat diese Problematik am Beispiel ihres Landsmannes, des zunächst in Russland sehr erfolgreichen Filmregisseurs Sergei Eisenstein künstlerisch herausgearbeitet. Dieser war voller Hoffnung auf die Möglichkeit der Realisierung von Filmprojekten nach Hollywood gekommen und war hier doppelt gescheitert, da er trotz vorheriger Einladung von Paramount auf Grund unvereinbarer politischer und künstlerischer Vorstellungen und daraus resultierender Selbstzweifel wieder entlassen wurde. Auch danach konnte er in seiner mittlerweile von Stalin geprägten Heimat nicht mehr Fuß fassen – ein Fremder nicht nur in der Fremde, sondern nun auch in der Heimat.
Für ihre künstlerischen Arbeiten ist Jermolaewa seinem Weg in Los Angeles gefolgt und hat – mit künstlerischen Interventionen – versucht, sich in seine Situation, sein Ausgeliefertsein, sein zum Westen in großem Kontrast stehendes Weltbild, aber auch in seine Hoffnungen und Begeisterung für das neue Land hineinzuversetzen, um damit zu allgemeingültigen Aussagen über Wertesysteme und existentielle Bedingungen zu kommen.
Biografie Anna Jermolaewa www.jermolaewa.com
*1970 in St. Petersburg, Russland, lebt in Wien. 1998 Diplom an der Universität Wien (Fakultät für Kunstgeschichte); 2002 Diplom an der Akademie der bildenden Künste, Wien (Malerei, Graphik & Neue Medien). Einzelausstellungen (Auswahl): 2015 The Function Room, London. Zacheta National Gallery of Art, Warschau, Polen. 2013 Kerstin Engholm Galerie, Wien. 2012 Kunsthalle Krems. Camera Austria, Graz. Salzburger Kunstverein. 2011 Arbeiterkammer Wien. Institute of Contemporary Art, Sofia. 2009 Kunstverein Friedrichshafen. 2008 XL Gallery Moscow. 2006 Galerie Mezzanin, Wien. 2004 Museum moderner Kunst, Passau. 2002 Magazin 4, Bregenz. Blickle Stiftung. 2000 Institute of Visual Arts. Zahlreiche Gruppenausstellungen (z.B.: ZKM Karlsruhe; National Centre for Contemporary Arts, Moskau; Herzliya Museum of Contemporary Art, Tel Aviv; Mumok, Wien; Kiasma’s Collection, Helsinki; Sprengel Museum, Hannover; Frankfurter Kunstverein, Stedelijk Museum Amsterdam; Venedig Biennale)

 


 

Diese Ausstellung wird gefördert von: LOGO_2016

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