
Ausstellung | JENS RAUSCH „Durchforstete Wirklichkeit“
Samstag, 21. November 2026 - Samstag, 20. Februar 2027
© Jens RauschAusstellungsdauer: 21. November 2026 bis 20. Februar 2027
Kurator: Prof. Claus Friede
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 17:00 – 20:00 Uhr sowie zu den Bürozeiten nach telefonischer Voranmeldung
Auf den ersten Blick ist das malerische Werk von Jens Rausch eng mit den Begriffen Baum, Wald, Stamm, Forst sowie Ast- und Blattwerk verbunden. Weitere Serien beschäftigen sich mit Bergen, Gewässern, Experimentierfeldern sowie topografischen und strukturellen Oberflächen, die „Miles“ betitelt sind.
Es zeigt sich, dass die Dekodierbarkeit dessen, was wir auf den Leinwänden sehen, eine Oberfläche ist; sobald sich die Betrachter intensiver auf die Werke einlassen, entsteht ein neuer Raum der Wahrnehmung.
Rausch verwendet – neben Ölfarben – für seine Bilder auch natürliche Materialien, die er auf der zumeist groben Leinwand schichtet. Dadurch entsteht neben dem malerischen Trompe-l’œil eines Tiefenraums auch ein realer und informeller Raum. Krustiges, Harziges, Erdiges, Mehliges, Verbranntes und Blättriges verbinden sich und ergeben ein unwiderstehliches, vielfältiges Verhältnis von Nah- und Fernwirkung.
Vergleichbar mit dem Vorgehen eines Bildhauers arbeitet Rausch materialauftragend oder -abtragend. Beispielsweise sind Asche, Ruß, Kalk, Bitumen, Eisenoxid sowie kollagiertes Papier aufbauende und verdichtende Materialien, während er mit scharfkantigen Gegenständen ins Werk kratzt, zeichnerische Linien, Strukturen, Fasern und Verästelungen entstehen lässt und dadurch abträgt.
Mit dem erstmals in Österreich präsentierten Werk richtet der Künstler in der Ausstellung Durchforstete Wirklichkeit den Blick auf unterschiedliche Wahrnehmungsebenen. Es entstehen vor allem vertikale Dynamiken, die die Betrachter in ästhetische, eindringliche, materiell erfahrbare und lyrische Bildräume hineinführen.
In den aktuellen Bildwerken reflektiert der Künstler das Motiv der Landschaft und des Waldes und durchforstet deren Wirklichkeitsformen.
© Jens Rausch
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